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Dekospiegel: Kleine Räume mit Stil vergrößern


Letztes Wochenende war es mal wieder so weit. Meine beste Freundin stand mit gepackter Reisetasche vor der Tür und wollte spontan übers Wochenende bleiben. Ich liebe diese Besuche, aber in meiner 42-Quadratmeter-Wohnung wird es schnell eng. Besonders wenn das Gästebett erst aus der Couch gefaltet werden muss und die Tasche auf dem einzigen freien Stuhl landet. Genau in solchen Momenten frage ich mich, wie ich den Raum optisch luftiger gestalten kann. Ein Dekospiegel war da meine Rettung. Nicht irgendein kleiner Handspiegel, sondern ein großzügiges Modell, das ich schräg gegenüber der Fensterfront montierte. Plötzlich wirkte der Flur doppelt so breit und das Tageslicht verteilte sich ganz anders im Raum.



Ich habe in den letzten Jahren einige Tricks gelernt, wie man aus beengten Verhältnissen das Maximum herausholt. Ein Dekospiegel ist dabei mein absolutes Lieblingswerkzeug. Er kostet nicht viel, lässt sich in einer Stunde montieren und verändert die Raumwahrnehmung dramatisch. Stell dir vor, du hängst einen großen Spiegel gegenüber deiner Sitzgruppe. Du sitzt auf deiner bequemen Couch, vielleicht einer mit Samtbezug in einem warmen Beigeton, und siehst plötzlich nicht die kahle Wand, sondern den gesamten Raum gespiegelt. Das schafft Tiefe. In meinem Fall habe ich einen ovalen Spiegel mit einem schmalen schwarzen Rahmen gewählt. Er passt genau zwischen zwei Regale und reflektiert das Licht von der Stehlampe. Der Raum atmet regelrecht auf.



Gerade in kleinen Wohnungen kämpfen wir oft mit dunklen Ecken. Der Flur ist meistens fensterlos und wirkt wie ein enger Tunnel. Mein hängt dort jetzt seit einem Jahr und hat den Gang komplett verwandelt. Ich habe ihn so platziert, dass er das Licht aus dem Wohnzimmer einfängt und in den Flur wirft. Vorher musste ich tagsüber das Licht anschalten, heute reicht oft das natürliche Streiflicht. Das spart Strom und fühlt sich viel einladender an. Wenn Gäste kommen, sagen sie oft: "Wow, dein Flur ist ja viel größer, als ich dachte." Das liegt einzig und allein an diesem einen Spiegel. Ich habe bewusst ein Modell ohne Verzierung gewählt, schlicht und klar, damit es nicht überladen wirkt.



Ein häufiges Problem in meiner Wohnung war auch das fehlende Gästezimmer. Ich habe mich für eine Schlafcouch entschieden, ein Modell mit einem echten Lattenrost und einer Matratze aus Kaltschaum. Die ist 16 cm dick, kein Vergleich zu diesen dünnen Polstern, auf denen man jede Feder spürt. Tagsüber dient sie als Sitzgelegenheit, nachts klappe ich sie aus. Aber der Raum fühlte sich trotzdem beengt an, bis ich einen Dekospiegel direkt gegenüber der Couch anbrachte. Jetzt wirkt der Bereich doppelt so groß. Wenn meine Freundin schläft, liegt sie quasi in einem kleinen Salon, nicht in einer engen Ecke. Der Spiegel reflektiert das Bild an der Wand und die Pflanze auf der Kommode. Das gibt dem Ganzen eine Hotelatmosphäre.



Auch im Schlafzimmer kann ein Spiegel Wunder wirken. Ich habe dort ein Bett mit Bettkasten, das jede Menge Stauraum für Decken und Kissen bietet. Trotzdem war der Raum dunkel, weil das Fenster klein ist. Ein großer Dekospiegel an der Wand gegenüber dem Bett hat das Problem gelöst. Er fängt das Morgenlicht ein und verteilt es im ganzen Raum. Ich habe ihn so aufgehängt, dass ich beim Aufstehen mein Outfit checken kann. Praktisch und schön. Der Rahmen ist aus hellem Holz, das harmoniert mit meinem Nachttisch. Früher habe ich mich in dem Raum eingeengt gefühlt, heute liebe ich das luftige Gefühl. Der Spiegel kostete mich knapp 60 Euro, aber die Wirkung ist unbezahlbar.



Ein Tipp aus der Praxis: Achte auf die richtige Höhe. Ein Dekospiegel sollte nicht zu tief hängen, sonst siehst du nur deine Füße, aber auch nicht zu hoch, damit er den Raum richtig erfasst. In meinem Flur hängt er auf Augenhöhe, etwa 160 cm über dem Boden. So fängt er den gesamten Raum ein. Ich habe auch gelernt, dass ein Spiegel niemals direkt gegenüber der Tür hängen sollte, sonst stolpert man quasi beim Reingehen über das eigene Spiegelbild. Besser ist eine seitliche Position. Und wenn du mehrere Spiegel kombinierst, achte auf gleiche Rahmen, sonst wirkt es chaotisch. In meinem Bad habe ich einen runden Spiegel, im Wohnzimmer einen ovalen. Das reicht völlig.



Die Auswahl an Rahmen ist riesig. Von schmalen Metallleisten bis zu breiten Holzrahmen. Wer es edel mag, greift zu einem Modell mit einer samtigen Oberfläche, etwa einer Velourspolsterung am Rand. Das sieht teuer aus und fühlt sich weich an. Ich habe mich aber für einen schlichten schwarzen Rahmen entschieden, weil er zu meinen Möbeln passt. Ein Dekospiegel muss nicht perfekt sein, er muss funktionieren. Wenn du einen alten Spiegel hast, kannst du ihn mit etwas Farbe und einem neuen Rahmen aufwerten. Das spart Geld und gibt dem Stück eine persönliche Note. Ich habe meinen Flurspiegel aus einem Flohmarktfund restauriert, der Rahmen war abgeplatzt, nach einem Schleifgang und weißer Farbe sieht er aus wie neu.



Am Ende zählt, dass der Spiegel den Alltag erleichtert. Morgens beim Schminken, abends beim Checken des Outfits, und vor allem: Er öffnet den Raum. In einer kleinen Wohnung ist jeder Quadratmeter kostbar. Ein Dekospiegel schafft neue Perspektiven, ohne dass du umbaust. Probier es aus. Häng einen Spiegel an die Wand, die dich am meisten stört, und beobachte, wie sich der Raum verändert. Ich habe es gemacht und bereue keine Sekunde. Meine Wohnung fühlt sich endlich weit und hell an, obwohl sie immer noch 42 Quadratmeter hat. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den größten Unterschied machen.